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Ratgeber · Hochzeitsbudget-Vorlage · Sparplan
Was eine Hochzeit in der Schweiz kostet, haben wir mit Quellen vorgerechnet. Die nächste Frage stellt sich jedes Paar am Küchentisch: Wie kommen wir bis zum Hochzeitstag auf diese Summe? Für die Paare, die noch ganz am Anfang stehen, ist das Budget die grösste Unklarheit überhaupt: «Das Budget müsste stehen», bevor sie anfangen mögen.[2]Hier ist die Rechnung in drei Schritten, der Weg von der Summe zur Monatsrate, und eine Vorlage, die beides rechnet.
Die Rechnung
Nicht eine Gästezahl, sondern eine pro Kreis: Zeremonie, Apéro, Abendessen, Fest. Am Abendessen hängt der grösste Posten: 120 bis 300 Franken pro Person in der Schweiz. Achtzig am Tisch sind 9 600 bis 24 000 Franken, bevor irgendetwas anderes bezahlt ist.[1]
Location, Fotografie, Kleidung, Ringe, Musik, Blumen, Torte, Karten, Zivilstandsamt. Für jeden Posten gibt es Richtwerte; in der Vorlage stehen sie neben eurem eigenen Betrag, damit ihr seht, ob ihr sparsam oder grosszügig rechnet.[1]
Das ist unsere Empfehlung, keine Statistik. Die Begründung kommt von den Paaren selbst: die «Kleinigkeiten kurz vor der Hochzeit, an die vorher niemand gedacht hatte». Eis für die Getränke als Feuerwehrübung, ein Ersatz-Brautstrauss, ein Expresszuschlag. Wer die Reserve von Anfang an einplant, erlebt sie nicht als Schreck.[2]
Jetzt die Rechnung, die im Kosten-Ratgeber fehlt, weil sie nur euch gehört: Zieht von der Gesamtsumme ab, was ihr schon gespart habt und was euch zugesagt ist. Teilt den Rest durch die Monate bis zur Hochzeit. Das ist eure Rate.
(Total − Gespartes − Beiträge) ÷ Monate bis zur Hochzeit = Rate pro Monat.
Total inkl. Reserve
35 000
Gespart
8 000
Beiträge
5 000
Monate
14
Rate pro Monat
≈ 1 570
Rechenbeispiel, frei gewählt: 22 000 Franken in 14 Monaten sind rund 1 570 pro Monat, zu zweit also 785 pro Person.
Die Rechnung geht auch andersherum, und für viele Paare ist das die ehrlichere: Ihr wisst, was ihr monatlich zurücklegen könnt. Dann ergibt Gespartes plus Beiträge plus Rate mal Monate euer Sparziel, und die Differenz zur Gesamtsumme sagt, ob das Fest so geht, oder ob Gäste, Posten oder Datum sich bewegen müssen. Genau diese zwei Richtungen stellt Weddy im ersten Gespräch zur Wahl: Budget bekannt, oder Sparplan.[3]
Vier Stellen, alle aus Gesprächen und Antworten von Paaren:[2]
Zwei Vorstellungen, ein Budget
«Gleiche Vorstellungen im Paar (Gästezahl, Budget)» nannte ein Paar als einen der schwierigsten Punkte. Die Rechnung hilft, weil sie die Diskussion von «viel oder wenig» auf «welcher Kreis, welcher Posten» verschiebt. Dort kann man sich einigen.
Plan, Offerte und Rechnung in einer Zahl
Ein Budget, das nur eine Spalte hat, verliert den Überblick, sobald die erste Offerte kommt. Drei Spalten, geplant, offeriert, bezahlt, zeigen jederzeit, wo ihr über dem Plan liegt und was noch fällig ist.
Beiträge, über die niemand spricht
Zahlen die Eltern das Kleid? Gibt es einen Beitrag ans Essen? Solche Zusagen sind oft mündlich und ungenau. Sie gehören als eigene Zeile in den Sparplan, sonst rechnet ihr mit Geld, das vielleicht nicht kommt, oder spart für Geld, das schon zugesagt ist.
Das Datum ist Teil der Rechnung
Jeder Monat mehr bis zur Hochzeit senkt die Rate. Ein Paar in unserer Umfrage hatte weniger als sechs Monate Vorlauf und fand keinen guten Trauredner mehr; ein anderes startete «relativ früh» und vergass nichts. Zeit ist Budget.
Oben tragt ihr Datum und Gäste je Kreis ein, die Monate bis zur Hochzeit rechnet die Tabelle selbst. Darunter die Posten mit Richtwerten und drei Spalten: geplant, offeriert, bezahlt. Die Reserve kommt automatisch dazu. Und unten der Sparplan in beide Richtungen: von der Summe zur Rate, oder von der Rate zum Sparziel, mit der Differenz, die euch sagt, ob es reicht.
Zum Mitnehmen
Eine Tabelle, die von der Gästezahl bis zur Monatsrate rechnet.
Läuft in Excel, Numbers und LibreOffice — XLSX · 14 KB
Sparziel im Onboarding, Gästezahl je Kreis aus der Liste
Auch diese Vorlage hat eine Grenze: Die Gästezahlen müsst ihr von Hand mit eurer Gästeliste abgleichen, und jede Offerte tragt ihr selbst nach. Die Gästelisten-Vorlage passt dazu.
Wir haben das Onboarding so gebaut, dass die erste Geldfrage nicht «Wie viel wollt ihr ausgeben?» lautet. Viele Paare wissen das nicht, und die Frage macht Druck. Weddy fragt stattdessen: Kennt ihr euer Budget, oder kennt ihr eure Rate? Wer die Rate kennt, gibt Gespartes und Monatsbetrag ein, und Weddy rechnet das Sparziel bis zum Datum. Auch wenn das Datum noch ein Horizont ist.[3]
Von dort an behält Weddy jeden Posten im Blick, und die Gästezahl je Kreis kommt aus der Gästeliste, nicht aus dem Kopf. Das ist der Unterschied zur Tabelle: Wenn drei Gäste absagen, stimmt die Zahl, ohne dass jemand daran denkt. Der Grund dafür steht in unserer Umfrage, mehrfach: Das Budget ist für Paare am Anfang die grösste Unklarheit. Also gehört es an den Anfang, ruhig und ohne Druck.
Quellen
Die zehn Prozent Reserve und das Rechenbeispiel sind unsere Setzungen, keine Statistik; die Richtwerte je Posten sind im Kosten-Ratgeber einzeln belegt.
Fangt beim Sparplan an, nicht beim Schreck.
Budget oder Sparplan, Gästeliste je Kreis, jeder Posten im Blick. Bis fünfzig Gäste ist Weddy gratis, ohne Kreditkarte, ohne Ablaufdatum, Daten in der Schweiz.
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