Weddy ∞
Ratgeber · Hochzeitsplaner-App · Stand September 2026
Die grossen Hochzeitsplaner-Apps kosten nichts. Das ist kein Geschenk, sondern ein Geschäftsmodell, und es ist öffentlich nachlesbar: auf den Seiten, die sich nicht an Paare richten, sondern an Dienstleister. Wir haben sie gelesen. Hier steht, was dort steht, was das für eure Gästeliste und euer Budget bedeutet, woran ihr das Modell jeder App erkennt, und warum wir uns bei Weddy für den anderen Weg entschieden haben.
Der Beleg
Eine der grössten Plattformen im deutschsprachigen Raum sagt Paaren: keine versteckten Kosten, «komplett kostenlos», und das bleibe so.[3]Dieselbe Plattform bietet Locations ein Abo für 379 bis 479 Euro pro Monat an, zuzüglich einer Einrichtungsgebühr in gleicher Höhe.[1]Fotografen zahlen 25 bis 129 Euro im Monat.[2] Das ist legitim, und es steht dort offen. Entscheidend ist, was für das Geld verkauft wird. Wörtlich aus den Preisseiten: «Paar Targeting», «Aktivität von Paaren», «Werbe gezielt für deine Location bei deinen Wunschpaaren», gefiltert nach Budget, Stil und Übernachtungsbedarf. Und ein «Power-Match», mit dem Anbieter «Paare proaktiv anschreiben» können, viermal pro Woche.[1, 2]
Der grösste Anbieter der Welt beschreibt sich selbst als «Marktplatz», auf dem Paare Dienstleister über «digitale Schaufenster» finden. Er hat nach eigenen Angaben 2023 rund vier Milliarden Dollar an Hochzeitsausgaben vermittelt und führt für Anbieter ein Modell ein, bei dem sie «nur für die Leistung bezahlen, die sie jeden Monat erhalten».[4] Leistung heisst hier: Kontakte zu Paaren.
Wenn die App für euch gratis ist, seid ihr nicht der Kunde. Ihr seid das, was dem Kunden verkauft wird.
Das ist keine Anklage. Die Plattformen sagen es selbst, nur eben auf der Seite, die Paare nie lesen. Und es erklärt, warum eine gratis App so viel bieten kann: Die Gästeliste, das Budget, der Termin, der Stil sind dort keine Nebensache. Sie sind das Inventar.
Eine Hochzeit ist einer der persönlichsten Datensätze, die ein Paar je in eine App tippt. Wer wen einlädt, mit Adresse. Wer abgesagt hat. Was das Fest kostet, und wie viel davon die Eltern zahlen. Wer vegetarisch isst, wer ein Kind mitbringt, wer aus dem Ausland anreist. In einem Marktplatz-Modell ist jede dieser Angaben ein Merkmal, nach dem ein Anbieter euch finden kann. Das Budget-Feld wird zur Preisklasse, die Gästezahl zur Location-Kategorie, der Termin zum Verkaufsfenster.
Die praktische Folge kennen viele Paare: Anfragen im Postfach, die niemand bestellt hat. Empfehlungen, bei denen unklar ist, ob sie passen oder bezahlt sind. Und eine Gästeliste, die auf einem Server liegt, dessen Betreiber ein Interesse daran hat, dass möglichst viele Anbieter sie als Zielgruppe nutzen. Nicht böse, aber so gebaut.
Fünf Fragen, die ihr jeder Hochzeits-App stellen könnt, auch uns. Die Antworten stehen meist auf der Website, nur nicht auf der Startseite.
Gibt es eine Seite «Für Anbieter» oder «Für Dienstleister» mit Preisen?
Dann ist klar, wer zahlt. Lest sie. Dort steht, was verkauft wird: Sichtbarkeit, Anfragen, Zugang zu Paaren.
Wer darf euch anschreiben?
Wenn Dienstleister Paare «proaktiv kontaktieren» können, steht euer Postfach zum Verkauf. Sucht die Formulierung in den Anbieter-Bedingungen.
Was sieht ein Anbieter von euch?
Budget, Gästezahl, Datum, Stil: Alles, was ihr für die Planung eintragt, kann Zielgruppen-Merkmal werden. Fragt, welche Felder «Anbietern angezeigt» werden.
Wo liegen die Daten, und wer ist Verantwortlicher?
Impressum und Datenschutzerklärung nennen Land und Firma. Ein Schweizer Verantwortlicher untersteht dem DSG, und ihr habt ein Auskunftsrecht: Ihr könnt verlangen, welche Daten über euch bearbeitet werden und an wen sie gehen.[6]
Womit verdient die App, wenn nicht an euch?
Diese Frage darf man stellen, und eine ehrliche App beantwortet sie auf ihrer Website. Findet ihr keine Antwort, ist das die Antwort.
Wir haben Weddy in der Schweiz gebaut, und wir haben die fünf Fragen für uns selbst beantwortet, bevor wir die erste Zeile Code geschrieben haben. Weddy hat keine Seite «Für Anbieter», weil es keine Anbieter gibt. Niemand kann euch über Weddy anschreiben. Kein Dienstleister sieht euer Budget, eure Gästezahl oder euren Termin. Die Daten liegen in Genf, Verantwortlicher ist eine Schweizer Firma, und ihr könnt jederzeit alles exportieren oder löschen.[5]
Womit wir verdienen, steht auf der Startseite, nicht im Kleingedruckten: an der Capsule, die eure Hochzeit fünf Jahre lang aufbewahrt, für 99.50 Franken, einmalig. Sonst an niemandem. Bis fünfzig Gäste ist Weddy kostenlos, ohne Kreditkarte, ohne Ablaufdatum. Das reicht für die zivile Trauung mit Apéro und für die meisten kleinen Feste. Wer grösser feiert oder das Album will, zahlt einmal und weiss wofür.
Das ist kein Feature, das wir uns ausgedacht haben, um anders zu wirken. Es ist der Grund, warum Weddy überhaupt existiert. Wir nennen es Diskretion. Es ist zugleich unser Geschäftsmodell. Und weil ihr uns beim Wort nehmen dürft, steht es auch dort, wo wir es überprüfbar machen: auf unserer Sicherheits-Seite.
Quellen
Wir zitieren die Anbieter-Seiten wörtlich und verlinken sie, damit ihr selbst nachlesen könnt. Es geht uns um das Modell, nicht um einzelne Firmen; die genannten Plattformen machen mit ihren Preisen nichts Verbotenes, sie sagen es nur an einer anderen Stelle als der, die Paare lesen. Preise und Formulierungen können sich ändern; das Abrufdatum steht bei jeder Quelle.
Plant dort, wo ihr der Kunde seid.
Gästeliste, Budget mit Sparplan, Einladungen mit Antworten in elf Sprachen, Daten in der Schweiz. Bis fünfzig Gäste kostenlos, ohne Kreditkarte, ohne Werbung, ohne Anfragen im Postfach.
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